Die mutsige Flop-Zwölf der Saison 2014/15


Schläger, Unglücksraben, Lattenkönige. Die Fußball-Bundesliga hatte auch in der Saison 2014/15 wieder verschiedenste MVPs (Meister vieler Peinlichkeiten) der besonderen Art zu bieten. Wir haben selektiert und eine Flop-Elf bzw. Zwölf zusammengestellt.

Quelle: Instragram

Quelle: Instragram

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Das Ende eines Seuchenjahrs


PauliChoreoStuderEin Krisenjahr geht zu Ende. Chaosentscheidungen, tiefer Fall, Abstiegskampf. Das Sportjahr 2014 war für den FC St. Pauli eines zum Vergessen. Aber nicht nur der sportliche Aspekt, sondern auch die strukturelle Besetzung auf den Führungspositionen macht Grund zur Sorge. Eine Formkurve, die sich in diesem Jahr im freien Fall befand. Weiterlesen

Keine Tore und dünne Luft


Das Spiel des Jahres für den FC St. Pauli – und am Ende wieder eine Niederlage. Dieses Mal hieß der Gegner Borussia Dortmund, auch in seiner momentanen Verfassung keine Kaufkundschaft. Dennoch haben die 29.063 Zuschauer am Millerntor auch bei diesem 0:3 wieder gesehen, dass die Kiez-Kicker nicht in die Spur finden.

Fast wie im Kino müssen sich die Akteure des FC St. Pauli beim 0:1 gefühlt haben. Viel haben sie aber auch nicht dafür getan, ins Geschehen einzugreifen. Einfache Kombinationen über Reus, Großkreutz und Kagawa finden schließlich Immobile, der locker einnetzt. St. Pauli guckt nur zu, wie Immobile nach einer ungestörten BVB-Kombination einnetzt. Das Tor in der 32. Minute war eines mit Symbolcharakter. Wie über die gesamte Spielzeit ist der Gastgeber zu weit weg. Kein Druck auf den Ball. Zu diesem Zeitpunkt hätte Dortmund schon höher führen müssen. Die Befreiungsschläge der Hamburger erinnerten eher an die 1. Hauptrunde des Pokalwettbewerbs. Bundesligist gegen Oberligist. Umschaltspiel? Fehlanzeige.

Bei St. Pauli muss daher auch die Qualitätsfrage gestellt werden. Mit Kurt und Startsev stehen bei den Hamburgern gleich zwei Regionalligaspieler in der Startelf, die ihre Zweitligatauglichkeit bislang nur minimal unter Beweis gestellt haben. Die Spielmacherrolle für Kurt noch zu groß. Das 0:2 durch Reus leitet der 19-jährige mit einem geblockten langen Ball selbst ein. In der Breite ist der Kader des FC St. Pauli einfach nicht gut aufgestellt. Christopher Buchtmann als Aufbauspieler ebenso unverzichtbar wie Sebastian Schachten als Führungsspieler. Kapitän Gonther ist zu häufig abgelenkt mit unnötigen Disussionen. Mit Lasse Sobiech kam nur einer der fünf Neuzugänge überhaupt zum Einsatz. Budimir, der für fast eine Million Euro geholt wurde, saß die komplette Spielzeit auf der Bank.

Am Ende steht für St. Pauli das dritte Spiel in Folge ohne eigenen Treffer. Am Ende patzte sogar der beste Akteur der Gastgeber, Torwart Philipp Tschauner, indem er Kagawa den Ball vor die Füße schlägt – 0:3, die Entscheidung.

Es sind dunkle und schwierige Zeiten, die auf die Mannschaft von Thomas Meggle zukommen. Gerade die erschreckende Passivität im Zweikampfverhalten erwecken wenig Hoffnunf. Dabei werden die Aufgaben nicht einfacher. In den nächsten fünf Spielen stehen entscheidende Duelle mit Nürnberg, Heidenheim, Leipzig, Kaiserslautern und Ingolstadt an. Bei der bisherigen Punkteausbeute sind die St. Paulianer nun in der Pflicht. Sonst wird die Luft noch dünner am Millerntor.

Die Leiden des jungen Holger


Was haben Uli Hoeneß, Michael Skibbe und Sebastian Deisler gemeinsam? Richtig, alle drei spielten in der Bundesliga, große Karrieren standen bevor doch alle drei beendeten diese wegen andauernder Verletzungsprobleme. Skibbe trat mit erst 22, Deisler und Hoeneß mit 27 Jahren zurück. Die moderne Leidensgeschichte schreibt Holger Badstuber (25). Der Innenverteidiger des FC Bayern München erlitt vor einigen Wochen seine dritte schwere Verletzung binnen zwei Jahren. Die größte Frage: Woran liegt das? Ein Versuch.

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Leben wie die Profis


Oer-Erkenschwick, 3o Kilometer von Gelsenkrichen entfernt, tragen 22 Jugendliche ein Fußballspiel aus. Sie sind gerade 18 Jahre alt, teilweise noch 17. Auf der Brust klebt das Schalke-Emblem. Hunderte Zuschauer finden an einem frühen Dienstagnachmittag den Weg auf die Tribüne, darunter einige Talentscouts. Ein Stadionsprecher liest die Aufstellungen vor, später dann die Torschützen. Eigentlich müssten sie noch in der Schule sitzen. Stattdessen beantworten sie die Fragen der Journalisten nach dem Abpfiff. Ein Wettbewerb, der die Meinungen spaltet. Weiterlesen

Da ist dir das Spiel Wurst


06.09.2014, Landesliga Niedersachsen: TuS Neetze – TuS Celle FC 1:1 (0:1)

Es war ein verregneter Samstag, die Bundesliga hat den Betrieb für einige Tage eingestellt, will der Löw-Truppe Platz machen. Für ein Quali-Spiel gegen Schottland. Während sich die meisten noch fragten, wieso überhaupt eine Qualifikation gespielt wird für die EM 2016 – immerhin spielen ja 24 Teams in Frankreich mit – machte sich MUTS auf den Weg, um die beste Wurst der Welt ausfindig zu machen.

Zum ersten Mal sind wir im Landkreis Lüneburg unterwegs. 15 Kilometer vom schönen Lüneburg entfernt liegt Neetze, ein kleines Dorf der Samtgemeinde Ostheide. Der Heim-TuS ist gerade auf-, sein Gegner aus Celle abgestiegen. Das zeigt auch das Spiel. Ibrahimovic spielt bei den Gästen mit – allerdings in der Abwehr. Er zieht den Ball an wie ein Magnet. In der Spitze ein pfeilschneller Kicker, es könnte sowohl vom Äußeren als auch vom Laufstil der kleine Bruder von David Odonkor sein. Dazwischen technisch gute Fußballer, aber Neetze ist sowieso nicht der Maßstab. Noch in der ersten halben Stunden ging Celle in Führung. Gähn, egal, Hunger. Das dachten sich viele der rund 150 Zuschauer im Jahn-Stadion.

Trotzdem ging es schnell. Innerhalb kürzester Zeit liegt heißes Grillgut auf meiner Pappstange. Ohne Diskussionen anfangen zu wollen: meine private Fehde mit dieser Pappe und dem halben Toast als Beilage ist nicht zu verschweigen. „Worscht im Weck“ habe ich liebgewonnen, aber na gut.

Die Schinkenwurst vom Grill ist ein Hammer, die scheppert in den Geschmacksnerven mehr als jeder Lattenkracher von Naldo. Eine perfekt temperierte Wurst, perfekt gegrillt, knackig und nicht trocken. Da ist die Pappe schnell vergessen. Ein dickes Lob an den gut besuchten Grillchef. Hoffentlich hatte auch „Ibrakadabras“ Double noch Zeit für einen Bissen…

Was gab es noch? Achso, Neetze erzielte nach einem langen Einwurf und einer schönen Einzelaktion des Stürmers kurz vor Schluss den Ausgleich. Überraschend, das „Ibra“ das zugelassen hat. Aber das war mir Wurst! Meine Zunge fuhr noch nach dem Abpfiff Achterbahn – wenigstens eine schöne Erinnerung bleibt von diesem verregneten Samstag ohne Bundesliga –

Note
Wursttyp: Schinkenwurst
Preis: 2 EUR 2
Konsistenz: knackfrisch 1,5
Temperatur: perfekt (nicht zu heiß, nicht lauwarm) 1,0
Geschmack: kräftig und natürlich 1,5
Bräunegrad: optimal gebräunt 1,5
Gesamtnote 1,5

 

 

Polizei in BL weniger präsent

So (un)sicher ist der Fußball


Ulrich Mäurer ist unter Fußballfans mittlerweile bekannt. Vielleicht war es eine geeignete Möglichkeit für den Bremer Innensenator, sich ins Rampenlicht zu drängen. Oder Mäurer ist tatsächlich der Meinung, Bundesliga-Vereine müssten für die Polizei -Einsätze bei den Spielen selbst aufkommen oder sich zumindest angemessen beteiligen. Weiterlesen