Deutschland – Schweiz 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)


Diese schwache Leistung der Deutschen im letzten Drittel lässt uns sprachlos zurück. Viertelfinale abgehakt, vielleicht muss man sogar um den Klassenerhalt in der Top-Division bangen. Aiaiaiai, und wir hatten schon die Ovomaltine angerührt. Das war es von der Eishockey-WM, MUTSIGE Grüße.
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Protest zurückgezogen, Problem bleibt


Hannover Scorpions

Die Hannover Scorpions (weiße Trikots) erkennen die Niederlage gegen Leipzig an.
Foto: Facebook-Seite Hannover Scorpions

Noch bevor das Spielgericht eine Entscheidung treffen musste, haben die Hannover Scorpions ihren Protest zurückgezogen. Somit sind die Langenhagener offiziell im Viertelfinale der Aufstiegs-Play-Offs der Oberliga ausgeschieden. Diese Entscheidung vereinfacht den weiteren Saisonverlauf, doch zeigt dieser Fall auch Schwierigkeiten des Systems auf.
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Leipzig ist Halbfinalist auf Zeit


Die Partie der Scorpions gegen Leipzig hat ein Nachspiel am grünen Tisch. Foto: Facebook-Seite Hannover Scorpions

Die Partie der Scorpions gegen Leipzig hat ein Nachspiel am grünen Tisch.
Foto: Facebook-Seite Hannover Scorpions

Verrückte Welt in der Eishockey-Oberliga: Die Play-Offs zum Aufstieg in die DEL 2 gehen ins Halbfinale – dabei steht einer der vier Halbfinalisten noch gar nicht sicher fest. Das vierte Spiel der Best-of-5-Serie im Viertelfinale zwischen den Icefighters Leipzig und den Hannover Scorpions am Donnerstag endete 5:2. Damit landeten die Leipziger den entscheidenden dritten Sieg. Doch ein Protest der Langenhagener könnte das ändern. Weiterlesen

„Jeder Einzelne will Spiel fünf“


Phil Hungerecker (20) steht mit dem Eishockey-Oberligisten Hannover Scorpions vor einer schweren Aufgabe. Im Viertelfinale der Play-Offs zum Aufstieg in die DEL 2, die im Best-of-5-Modus ausgetragen werden, liegen die Hannoveraner mit 1:2 gegen die Icefighters Leipzig zurück. Hungerecker sprach vor dem wichtigen vierten Spiel der Serie in Leipzig (Donnerstag, 20 Uhr; Liveticker bei hockeyweb.de) exklusiv mit MUTS über die Play-Offs, unnötige Strafen und die Kontrolle seines Schlägers.

Phil Hungerecker (r.) mit seinem Mannschaftskollegen Jeff Keller.  Foto: privat

Phil Hungerecker (r.) mit seinem Mannschaftskollegen Jeff Keller. Foto: privat

MUTS: Herr Hungerecker, wie nah dran sind Sie mit den Scorpions an der DEL 2?

Phil Hungerecker: Auf jeden Fall sind wir wieder mittendrin, was die Chancen auf den Halbfinaleinzug anbelangt.

Die ersten beiden Spiele der Serie gingen recht deutlich verloren (1:5 in Hannover und 1:4 in Leipzig; Anm. d. Red.). Woran haperte es?

Im ersten Spiel waren wir überhaupt nicht bei der Sache, scheinbar noch nicht bereit. Nach Leipzig sind wir mit einem Rumpfkader gefahren, wir hatten nur vier Verteidiger und neun Stürmer. Dafür haben wir uns gut verkauft, unser Potential gezeigt. Im vergangenen Heimspiel am Dienstag zeigten wir wieder unsere alte Klasse, wie in der Finalserie der Oberliga Nord gegen die Hannover Indians.

Dementsprechend positiv schauen Sie jetzt auf das Auswärtsspiel.

Genau. Wenn wir die Leistung von Dienstag wieder abrufen, haben wir alle Möglichkeiten. Ich bin mir sicher, dass wir gewinnen.

Was genau stimmt Sie so positiv – was hat sich im Gegensatz zu den beiden ersten Partien verändert?

Zum einen sind wir wieder in voller Besetzung. Andreas Morczinietz und Sebastian Lehmann sind wieder zurück, das gibt unserem Spiel Stabilität. Zum anderen merkt man in der Kabine, dass jeder heiß darauf ist, ins Halbfinale zu kommen. Sonst hätten wir uns ja auch schon im dritten Spiel aufgeben, die Punkte abschenken können.

Wo liegen die Stärken und Schwächen der Leipziger? Woran kann Ihr Team noch arbeiten, um den Icefighters das Leben schwer zu machen?

Ihr Überzahl ist sehr stark. Sie haben 7 Tore gegen uns im Powerplay gemacht. Da können wir ansetzen, wenn wir weniger Strafen ziehen. Ihre Schwäche ist die Kondition – da sind wir klar im Vorteil, kommen mit dem Zwei-Tage-Rythmus besser zurecht, glaube ich. Wir haben auch in der Saison mit vier Reihen gespielt, die Leipziger hingegen nur mit drei.

Ziehen Sie noch zu viele unnötige Strafen?

Ja, das hat Len (Soccio, Trainer der Scorpions; Anm. d. Red.) uns auch gesagt. Wir sollen lieber den einen Schritt mehr laufen, als mit dem Schläger zu arbeiten. Wir kassierten zu viele Strafen wegen Hakens oder Beinstellens.

Inwiefern ist der Aufstieg Thema?

Eigentlich gar nicht. Wir schauen von Spiel zu Spiel. Alles weitere sehen wir dann.

Aber der Druck, gewinnen zu müssen, um Spiel fünf zu erzwingen, ist da?

Was heißt Druck? Wie gesagt, wir gehen mit einem gewissen Selbstbewusstsein in das Auswärtsspiel, machen uns aber nicht zu sehr verrückt. Wir alle wollen es, deshalb bin ich zuversichtlich.

Link zum Liveticker der Partie Hannover Scorpions – Icefighters Leipzig:

http://www.hockeyweb.de/oberliga/oberliga-liveticker/#inscore_ifheight_xdc_3864

„Werden über alles reden“


Der Sieg der Hamburg Freezers am Freitagabend (3:1 gegen die Grizzly Adams Wolfsburg) war Wasser auf die Mühlen. Nicht einmal 36 Stunden nach der Entlassung von Benoit Laporte zeigten die Eisschränke eine couragierte Leistung, sie blockten viele Schüsse und gingen keinem Check aus dem Weg. Sogar Gäste-Trainer Pavel Gross erkannte an: „Gegen einen solchen Gegner hast du keine Chance. Der kämpft bis zum Umfallen.“

Viel wichtiger – und vor allem nachhaltiger – als der Erfolg im Heimspiel waren jedoch die Worte des zurückgekehrten Kapitäns Christoph Schubert im Anschluss an die Partie. Gemeinsam mit Doppel-Torschütze Kevin Clark stellte er sich vor die Fankurve und äußerte wichtige Worte: „Alles, was in den letzten Tagen passiert ist, muss mal besprochen werden. Wenn Zeit vergangen ist, können wir uns darüber unterhalten.“ Vieles wurde, vornehmlich im Internet und über die Medien, geäußert. Die Spieler seien Schuld an der Entlassung Laportes, sie hätten gegen ihn gespielt. Tatsächlich zeigten Schubert und Co beim geglückten Debüt des bisherigen Co-Trainers Serge Aubin ein anderes Gesicht. Aber lag das wirklich daran, dass man den im letzten Jahr so erfolgreichen Kanadier entlassen hat?

„Sicher ist: wir hatten wieder Spaß“, betonte Schubert noch einmal. „Unsere Zuschauer haben hinter uns gestanden, das hat uns gepusht und begeistert.“ Im World Wide Web äußerten viele Anhänger ihren Unmut, einige drohten damit, den kommenden Spielen in der O2-World fernzubleiben. Die Reaktion des Teams in den Worten des Kapitäns: „wir haben uns belohnt und viel umgesetzt. Das ist unsere Aufgabe – und die haben wir erledigt.“