Die mutsige Flop-Acht des ersten Bundesliga-Viertels


Quelle: Facebook / Kevin Kurányi

Quelle: Facebook / Kevin Kurányi

Ein Viertel ist rum, ein Viertel aller Bundesligaspiele diese Saison. Grund genug, um neben den bereits gekührten Heroen (Lewandowski, Müller und Aubameyang) auch endlich wieder die Flops der vergangenen Spieltage herauszustellen. Ein erster Spoiler und Kracher: Kein Sandro Wagner dabei. Weiterlesen

Afrika-Sporttagebuch #2 – Von Soldaten, Bänderrissen & Königtransfers


Mit 7:1 putzten wir Saldanha Bay (weinrot).

Mit 7:1 putzten wir Saldanha Bay (weinrot)

7:30 Uhr, Samstag, Matchday. Ein leichter Nebel lag über den Bergen in und um Stellenbosch. Während der Großteil der tausenden Studenten noch in seinen Betten lag und sich auf das an diesem Tage folgende Weinfestival vorbereitete, stand ich schön länger leicht nervös am Herd meiner kleinen Wohnung. In der Pfanne bruzzelte das Rührei vor sich hin und brannte fast an, da ich mit meinen Gedanken bereits fest bei meinem ersten Spiel für die Universitätsmannschaft gegen den Nachwuchs der südafrikanischen Marine gelandet war. Wenn ich nur daran dachte, dass ich mich in wenigen Stunden mit physisch topfitten Athleten auf dem Platz messen sollte, zitterte mein ganzer Körper, der in den vergangenen Wochen doch etwas unter dem Leben in einer ausgezeichneten Weinregion gelitten hatte.
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Das Ende eines Seuchenjahrs


PauliChoreoStuderEin Krisenjahr geht zu Ende. Chaosentscheidungen, tiefer Fall, Abstiegskampf. Das Sportjahr 2014 war für den FC St. Pauli eines zum Vergessen. Aber nicht nur der sportliche Aspekt, sondern auch die strukturelle Besetzung auf den Führungspositionen macht Grund zur Sorge. Eine Formkurve, die sich in diesem Jahr im freien Fall befand. Weiterlesen

Afrika-Sporttagebuch #1 – Von Weltmeistern, Überschätzung und Jens Nowotny


Ich im schnittigen Dress der Maties

Ich im schnittigen Dress der Maties

Unsere Zeit am Kap der guten Hoffnung ist beendet. Während wir im Flieger in Richtung Frankfurt sitzen, nutze ich (Tom) die insgesamt 16 Flugstunden, um damit zu beginnen, das vergangene halbe Jahr in Afrika sportlich Revue zu passieren. Von Untergrund-Kinos in Namibia, meiner spektakulären Einwechslung in einem mosambikanischen Lokalderby und Sportplätzen mit Steigung und Gefälle in Südafrika – all davon werde ich euch in den kommenden Wochen berichten.

Am 14. Juli 2014 steige ich am Hamburger Flughafen in eine Boeing 777. Voller Emotionen starte ich meine halbjährige Reise nach Südafrika. Emotionen, die weniger dem Abschied meiner Liebsten geschuldet war, sondern mehr den 90 Minuten am Abend zuvor. Weiterlesen

Keine Tore und dünne Luft


Das Spiel des Jahres für den FC St. Pauli – und am Ende wieder eine Niederlage. Dieses Mal hieß der Gegner Borussia Dortmund, auch in seiner momentanen Verfassung keine Kaufkundschaft. Dennoch haben die 29.063 Zuschauer am Millerntor auch bei diesem 0:3 wieder gesehen, dass die Kiez-Kicker nicht in die Spur finden.

Fast wie im Kino müssen sich die Akteure des FC St. Pauli beim 0:1 gefühlt haben. Viel haben sie aber auch nicht dafür getan, ins Geschehen einzugreifen. Einfache Kombinationen über Reus, Großkreutz und Kagawa finden schließlich Immobile, der locker einnetzt. St. Pauli guckt nur zu, wie Immobile nach einer ungestörten BVB-Kombination einnetzt. Das Tor in der 32. Minute war eines mit Symbolcharakter. Wie über die gesamte Spielzeit ist der Gastgeber zu weit weg. Kein Druck auf den Ball. Zu diesem Zeitpunkt hätte Dortmund schon höher führen müssen. Die Befreiungsschläge der Hamburger erinnerten eher an die 1. Hauptrunde des Pokalwettbewerbs. Bundesligist gegen Oberligist. Umschaltspiel? Fehlanzeige.

Bei St. Pauli muss daher auch die Qualitätsfrage gestellt werden. Mit Kurt und Startsev stehen bei den Hamburgern gleich zwei Regionalligaspieler in der Startelf, die ihre Zweitligatauglichkeit bislang nur minimal unter Beweis gestellt haben. Die Spielmacherrolle für Kurt noch zu groß. Das 0:2 durch Reus leitet der 19-jährige mit einem geblockten langen Ball selbst ein. In der Breite ist der Kader des FC St. Pauli einfach nicht gut aufgestellt. Christopher Buchtmann als Aufbauspieler ebenso unverzichtbar wie Sebastian Schachten als Führungsspieler. Kapitän Gonther ist zu häufig abgelenkt mit unnötigen Disussionen. Mit Lasse Sobiech kam nur einer der fünf Neuzugänge überhaupt zum Einsatz. Budimir, der für fast eine Million Euro geholt wurde, saß die komplette Spielzeit auf der Bank.

Am Ende steht für St. Pauli das dritte Spiel in Folge ohne eigenen Treffer. Am Ende patzte sogar der beste Akteur der Gastgeber, Torwart Philipp Tschauner, indem er Kagawa den Ball vor die Füße schlägt – 0:3, die Entscheidung.

Es sind dunkle und schwierige Zeiten, die auf die Mannschaft von Thomas Meggle zukommen. Gerade die erschreckende Passivität im Zweikampfverhalten erwecken wenig Hoffnunf. Dabei werden die Aufgaben nicht einfacher. In den nächsten fünf Spielen stehen entscheidende Duelle mit Nürnberg, Heidenheim, Leipzig, Kaiserslautern und Ingolstadt an. Bei der bisherigen Punkteausbeute sind die St. Paulianer nun in der Pflicht. Sonst wird die Luft noch dünner am Millerntor.

Polizei in BL weniger präsent

So (un)sicher ist der Fußball


Ulrich Mäurer ist unter Fußballfans mittlerweile bekannt. Vielleicht war es eine geeignete Möglichkeit für den Bremer Innensenator, sich ins Rampenlicht zu drängen. Oder Mäurer ist tatsächlich der Meinung, Bundesliga-Vereine müssten für die Polizei -Einsätze bei den Spielen selbst aufkommen oder sich zumindest angemessen beteiligen. Weiterlesen

29 Zentimeter aus dem Nichts


Übrigens: Rehm ist Deutscher Meister im Weitsprung und darf nicht an der Europameisterschft teilnehmen. Was zunächst seltsam klingt, ist das Ergebnis einer spannenden Diskussion um den Start des beinamputierten Markus Rehm. Der Paralympics-Sieger von 2012 nahm zum ersten Mal an der Meisterschaft der Nichtbehinderten teil – und errang mit 8,25 Metern den Titel. Was in der Debatte jedoch völlig untergeht: Rehm übetraf in diesem Wettkampf seine bisherige Bestleistung um satte 29 Zentimeter.

Sicherlich spornte ihn die sehr starke Konkurrenz um Christian Reif (Europameister von 2010) und Sebastian Bayer (Europameister von 2012) zu starken Sprüngen an. Doch eine Steigerung um knapp fünf Prozent zur bis dato erreichten Spitzenweite ist beachtlich. Ohne jeglichen Vorwurf an eine mögliche Vorteilsnahme durch die Prothese am rechten Bein ist diese Verbesserung dennoch auffällig.

Die Tatsache zeigt wieder einmal, dass sich die Berichterstattung häufig auf eine Sache fokussiert – und andere, ebenfalls wichtige Tatsachen nicht zur Sprache bringt. Fragen, die sich sicherlich viele Interessierte stellen, werden nicht beantwortet. Anderen fällt diese Tatsache vielleicht nicht einmal auf wegen all der Diskussionen um Federung und Fair Play.

Egal wie man zur Entschiedung um die Nicht-Nominierung steht – Rehm hat einen neuen eigenen Rekord aufgestellt. Im Schatten der Aufmerksamkeit. Aus dem Nichts.

Eishockey-WM in Minsk: Propaganda, die Zweite


Petra Bork /pixelio.de

Petra Bork /pixelio.de

Am heutigen Freitag (15.45 Uhr MESZ) startet die Eishockey-Weltmeisterschaft in der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Für die deutsche Nationalmannschaft ist es das erste große Turnier in diesem Jahr. Andere Teams reisen nach dem olympischen Turnier in Sotschi im Februar erneut nach Osteuropa. Dabei wird der Sport wieder von einer politisch schwierigen Situation begleitet. Eine Einschätzung. Weiterlesen