Die mutsige Flop-Zwölf der Saison 2014/15


Schläger, Unglücksraben, Lattenkönige. Die Fußball-Bundesliga hatte auch in der Saison 2014/15 wieder verschiedenste MVPs (Meister vieler Peinlichkeiten) der besonderen Art zu bieten. Wir haben selektiert und eine Flop-Elf bzw. Zwölf zusammengestellt.

Quelle: Instragram

Quelle: Instragram

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Afrika-Sporttagebuch #2 – Von Soldaten, Bänderrissen & Königtransfers


Mit 7:1 putzten wir Saldanha Bay (weinrot).

Mit 7:1 putzten wir Saldanha Bay (weinrot)

7:30 Uhr, Samstag, Matchday. Ein leichter Nebel lag über den Bergen in und um Stellenbosch. Während der Großteil der tausenden Studenten noch in seinen Betten lag und sich auf das an diesem Tage folgende Weinfestival vorbereitete, stand ich schön länger leicht nervös am Herd meiner kleinen Wohnung. In der Pfanne bruzzelte das Rührei vor sich hin und brannte fast an, da ich mit meinen Gedanken bereits fest bei meinem ersten Spiel für die Universitätsmannschaft gegen den Nachwuchs der südafrikanischen Marine gelandet war. Wenn ich nur daran dachte, dass ich mich in wenigen Stunden mit physisch topfitten Athleten auf dem Platz messen sollte, zitterte mein ganzer Körper, der in den vergangenen Wochen doch etwas unter dem Leben in einer ausgezeichneten Weinregion gelitten hatte.
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Afrika-Sporttagebuch #1 – Von Weltmeistern, Überschätzung und Jens Nowotny


Ich im schnittigen Dress der Maties

Ich im schnittigen Dress der Maties

Unsere Zeit am Kap der guten Hoffnung ist beendet. Während wir im Flieger in Richtung Frankfurt sitzen, nutze ich (Tom) die insgesamt 16 Flugstunden, um damit zu beginnen, das vergangene halbe Jahr in Afrika sportlich Revue zu passieren. Von Untergrund-Kinos in Namibia, meiner spektakulären Einwechslung in einem mosambikanischen Lokalderby und Sportplätzen mit Steigung und Gefälle in Südafrika – all davon werde ich euch in den kommenden Wochen berichten.

Am 14. Juli 2014 steige ich am Hamburger Flughafen in eine Boeing 777. Voller Emotionen starte ich meine halbjährige Reise nach Südafrika. Emotionen, die weniger dem Abschied meiner Liebsten geschuldet war, sondern mehr den 90 Minuten am Abend zuvor. Weiterlesen

Preislimbo im Athlone


19.09.2014, National First Division: Engen Santos FC – Royal Eagles FC 4:2 (2:1)

Das Corpus Delicti: Feurig scharf und ultra-billig

Das Corpus Delicti: Feurig scharf und ultra-billig

An einem milden südafrikanischen Freitagabend ewartete uns ein Event der Extra-Klasse im Athlone Stadium bei Kapstadt. Ein Zweitliga-Spiel, gepackt mit so viel Sonderheiten, dass es für einen kurzen Stadionwursttest eigentlich gar nicht reicht. Der Reihe nach…

Das Athlone Stadium wirkt mächtig, als wir unsere zwei Leihwagen auf den 45 Minuten vor Anpfiff noch komplett leeren Parkplatz lenken. Die vier großen Flutlichmasten ragen majestätisch aus dem 30.000-Platz-Konstrukt am östlichen Stadtrand Kapstadts. Schon die ersten Schritte im Stadion ließen diese pompöse Stimmung jedoch schnell wieder verpuffen. Zunächst einmal suchten wir nach der Eintrittspreis-Tafel – vergeblich. Der Eintritt war frei. Einfach mal umsonst. Für zweite Liga und solch ein Stadion hätten wir gut und gerne einen Zehner gezahlt. Denkste – wir wurden so reingelassen. Wer nun eine volle Hütte erwartete, durfte sich kurz in Richtung leergefegter Parkplatz umdrehen und begreifen, dass die WM 2010 anscheinend wenig Lust auf mehr hinterlassen hatte. Ganze 350 Zuschauer saßen auf der einen, einzigen Tribüne die an diesem Abend geöffnet war. Dazu kommt, dass knapp 250 davon Fans der Auswärtstruppe aus Durban waren – immerhin 19 Stunden Busfahrt lagen demnach hinter ihnen. Diese machten dann auch lautstark Stimmung. Von den restlichen 100 vermeintlichen Heimfans war allerdings so wenig zu hören, dass wir (zehn Mann) kurzerhand den Heimblock stellten und mit allerlei erlernten Schlachtrufen eine Mannschaft anfeuerten, bei der wir keinen einzigen Akteur mit Namen kannten, geschweige denn zuvor schon mal gesehen hatten.

So eine ausgiebige Fan-Choreo machte uns derartig hungrig, dass wir noch vor Anpfiff den Weg an die einzige Verpflegungsstation im Stadion fanden. Zu einem Preis von 15 südafrikanischen Rand (1,04 Euro) bekamen wir eine landestypische Boerewors im weichen Hotdog-Brötchen,  inklusive Bratzwiebeln und feurig-scharfer Chili-Sauce. Während jeder europäische Fußball-Liebhaber bei diesem Preis warscheinlich durch die Decke gegangen wäre, waren wir das Preislimbo hier bereits gewohnt und griffen mit einem müden Lächeln gleich doppelt zu. Mit viel Liebe war dieses Fleisch-Geschöpf allerdings nicht geschaffen. Die leicht desinteressierte Wurstesse überreichte uns eine lauwarme, labbrige Wurst mit ordentlich Sauce on top. Zumindest schmeckte sie dann enorm würzig – im Vergleich zu unserem letzten Boerewors-Test nix Neues. Boerewors bleibt halt Boerewors. Note 2,6.

P.s. Der Zweitliga-Kick auf dem für südafrikanische Verhältnisse durchaus akzeptablen Rasen endete mit einem 30-Meter-Kracher 4:2 für Santos – natürlich nur aufgrund unserer lautstarken Unterstützung.

 

Note
Wursttyp: Boerewors (Bratwurst)
Preis: 15 Rand (~1,04€) 1
Konsistenz: Boerewors-typisch labbrig 4
Temperatur: lauwarm 3
Geschmack: mega-würzig, feurig scharf 2
Bräunegrad: solide bräunlich 3
Gesamtnote 2,6

Tag 2 Evening – Top4 maschiert im Akkord


Die Punktzahl der Begierde: 180

Die Punktzahl der Begierde: 180

Die großen Vier der Darts-Szene haben allesamt den Einzug ins Viertelfinale des World Team Cup of Darts geschafft. Sowohl die an Position eins gesetzten Engländer als auch die danach rangierenden Niederländer, Schotten und Australier gaben sich vor 1800 Zuschauern in einer ausverkauften Sporthalle Hamburg keine Blöße. Weiterlesen

Tag 1 Afternoon – Deutschland schon raus


Die deutschen Starter: Jyhan Artut und Andree Welge

Die deutschen Starter: Jyhan Artut und Andree Welge

Strahlender Sonnenschein über Hamburg prophezeite am Freitagmittag gute Laune für die erste Afternoon-Session des bwin World Team Cup of Darts. Das Wetter wirkte nur zum Teil. Eine überschaubare Kulisse (ca. 300 Zuschauer) sahen den Gastgeber Deutschland in Runde eins an Südafrika scheitern. Der Stimmung tat das dennoch keinen Abbruch. Weiterlesen

Der Kakao, der zum Pokalhelden macht


Oddset-Pokal-Sieger 2014: Der USC Paloma

Oddset-Pokal-Sieger 2014: Der USC Paloma

Wie eine Horde wilder Stiere überrannten sie nach Abpfiff das Spielfeld an der Hamburger Hoheluft. Alle in blau Gekleideten kannten nur ein Ziel: Yannick Jonas. Der großgewachsene Torwart hatte seiner Mannschaft – dem USC Paloma – den Sieg, den Pokalsieg festgehalten, den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals beschert. Drei Schüsse konnte der Goalie im abschließenden Elfmeterschießen beim 3:2 n. E. gegen den SC Condor parieren. In den 120 Minuten zuvor war Jonas ebenfalls der überragende Mann auf dem Platz. MUTS sprach mit dem Pokalhelden. Weiterlesen

Dassendorf verpflichtet HSV-Talent: „Will jetzt was Vernünftiges machen“


Ab sofort im Dassendorfer Verbund: Dettmann und Möller. (Foto: TuS Dassendorf / facebook.de)

Ab sofort im Dassendorfer Verbund: Dettmann und Möller. (Foto: TuS Dassendorf / facebook.de)

Die TuS Dassendorf hat das HSV-Talent Henrik Dettmann verpflichtet. Sein Marktwert beläuft sich derzeit auf immerhin 100.000€. Darüberhinaus konnte die TuS auch Mittelfeldspieler Sven Möller vom Lüneburger SK an sich binden. Beide Spieler sollen ab Sommer im Kader des Hamburger Oberligisten stehen. Das verkündete der Verein via Pressemitteilung. Mit MUTS spach der 24-jährige Innenverteidiger Dettmann, der in der laufenden Saison bereits zu einigen Trainingseinsätzen in der Bundesliga-Mannschaft des HSV kam über seine Entscheidung nach Dassendorf zu wechseln.
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FC St. Pauli U23 – SV Eichede 2:0


Knack. Die Stadionwurst verabschiedet sich von der Hoheluft. 2:0 für die U23 des FC St. Pauli. Der SV Eichede bleibt stecken, irgendwo tief im Tabellenkeller. Das Licht geht so langsam aus. Wir sagen Danke an Schottland. Danke an uns sagt der Hamburger Luftraum. Alles wieder paletti für Lufthansa und Co. Gruezi also, auch nach Österreich und die Schweiz. Weiterlesen