Die mutsige Flop-Acht des ersten Bundesliga-Viertels


Quelle: Facebook / Kevin Kurányi

Quelle: Facebook / Kevin Kurányi

Ein Viertel ist rum, ein Viertel aller Bundesligaspiele diese Saison. Grund genug, um neben den bereits gekührten Heroen (Lewandowski, Müller und Aubameyang) auch endlich wieder die Flops der vergangenen Spieltage herauszustellen. Ein erster Spoiler und Kracher: Kein Sandro Wagner dabei. Weiterlesen

Ajax Cape Town – Platinum Stars 2:1


AUS! Ajax Cape Town schlägt das Chamäleon bzw. die Platinum Stars mit 2:1. Am Ende wurde es nochmal richtig eng. Verschwitzt aber glücklich stapfen die Ajaxaner in die Kabine. Duschen können sie allerdings nicht. Jan Koller hat diverse Duschköpfe vernichtet. Dem Busfahrer graut es schon. Uns ist das egal. Wir sagen Awe und begeben uns auf die Suche nach einer Schachtel Nudeln. Weiterlesen

Russland gewinnt Eishockey-Weltmeisterschaft


Foto: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de

Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Ende gut, alles gut – unter diesem Motto steht die vergangene Saison der russischen Eishockey-Nationalmannschaft. Das Team um NHL-Star Alexander Owetschkin hat sich nach der Schmach von Sotschi den WM-Titel gesichert. Wenig überraschend, waren sie von Anfang an hoch favorisiert. Gastautor Bastian Weber erklärt die Erfolgsgeschichte. Weiterlesen

D.F.Racing: Über Schmutz und Dreck zum Erfolg


Das Logo der D.F.-Racing-Crew

Das Logo der D.F.-Racing-Crew

Es ist laut, es ist dreckig, es ist schnell. Der ideale Spielplatz für echte Männer wie die meisten Frauen behaupten würden – und sie haben Recht. Wir reden vom Motocross- und Enduro-Sport. Eine Sportart, die in Deutschland leider nicht die Aufmerksamkeit erhält, die die Akteure verdienen. Das wollen wir nun ändern. Ich werde ab jetzt regelmäßig bei MUTS über das D.F.Racing-Team berichten und die kommende Rennsaison verfolgen. Weiterlesen

Canyoning auf dem Weg zum Trendsport


Lebt seinen Sport: Canyoning-Guide Chris Lemke (Fotos: Lemke)

Lebt seinen Sport: Canyoning-Guide Chris Lemke (Fotos: Lemke)

Canyoning kommt weder einfach über die Lippen, noch hat man direkt eine klare Vorstellung von dieser Sportart: Sitzt man nun in einem Boot oder geht man zu Fuß? Dieser Gastbeitrag des Blogs Bergwasser gibt eine Einführung, zeigt einige Bilder und versucht den etwas unglücklichen Begriff klarzustellen. Weiterlesen

Warum der HSV (nicht) die Klasse hält…


Der Hamburger SV ist nach dem 0:3 gegen Schalke auf den 16. Platz abgerutscht. Für die Rothosen wird die Lage immer bedrohlicher. Schafft der Bundesliga-Dino den Klassenerhalt oder steigt er sang- und klanglos in die Zweitklassigkeit ab? Patrick Berger und Roman Gerth beziehen Stellung.

Schwere Zeiten für den Rauten-Klub. (Foto: Lupo, pixelio.de)

Contra HSV: Warum der Dino erstmals aus der Bundesliga absteigen wird. Ein Kommentar von Patrick Berger.

Die Bundesliga-Uhr in der Nordtribüne der Imtech-Arena tickt, und tickt, und tickt. Sie zeigt die Zugehörigkeit des HSV zu Deutschlands höchster Spielklasse in Jahren, Tagen, Stunden, Minuten und Sekunden an. 50 Jahre, 156 Tage und 20 Stunden zeigte sie zum Zeitpunkt, als dieser Kommentar entstand, an. Am 10. Mai, in 102 Tagen, wird diese Stoppuhr zum Stillstand kommen. Mit dieser Prognose lehnt sich der Autor dieser Zeilen freilich nicht zu weit aus dem Fenster.

Der Hamburger Sport-Verein wird erstmals in seiner Vereinsgeschichte den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit hinnehmen müssen. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Zum einen leiden sie beim Rauten-Klub an chronischer Selbstüberschätzung. Das Selbstverständnis, eigentlich in der Champions-League, „Königsklasse“, spielen zu müssen, ist in der DNA des Vereins fest verankert – und es hemmt die Verantwortlichen in ihrem Handeln. Früher, in den 70er und 80er Jahren, stand der HSV noch für goldene Zeiten, für glorreiche Triumphe. Das ist Geschichte. Seit drei, vier Jahren steht der HSV nur noch für Chaos und Krise. Die Tatsache, dass Bert van Marwijk der neunte Trainer (!) seit 2010 ist, muss dem Gründungsmitglied der Bundesliga zu bedenken geben. An der Elbe herrscht jederzeit Unruhe, ein ständiges Durcheinander.

Zum anderen ist der HSV vom Spielerkader her einfach nicht gut genug, um in der Saison 2013/2014 zu bestehen. Die Säulen des Teams, das sind beispielsweise Rafael van der Vaart oder Heiko Westermann, übernehmen zu wenig Verantwortung. Van Marwijk monierte in der Pressekonferenz nach dem 0:3-Desaster gegen Schalke die fehlende Rücksichtlosigkeit seiner Truppe. Das Team sei ihm zu lieb. „Unsere Spieler werden gefoult – und sie werden nicht böse. Das kann nicht sein.“ Damit trifft van Marwijk den Nagel auf den Kopf. Nur acht Mal foulten die Hamburger, so wenig wie noch nie in dieser Saison. Dem Rauten-Klub fehlen schlichtweg die aggressiven Leader, die dem kriselnden Team Selbstvertrauen geben und es aus der Krise befreien. Bei Eintracht Frankfurt spielen ein Marco Russ und ein Carlos Zambrano, in Nürnberg gibt es einen Raphael Schäfer und einen Javier Pinola, selbst beim SC Freiburg freuen sie sich über einen Pavel Krmas und Matthias Ginter. Diese Teams stecken zwar ebenso tief im Abstiegskampf wie der HSV, sie alle haben aber die im Fußballgeschäft sooft geforderten „Typen“, bei denen der Siegeswille in jeder Faser des Körpers zu spüren ist. Das fehlt dem HSV.

Hinzu kommt das bittere Verletzungspech. Neben Maximilian Beister (Kreuzbandriss), die Korsettstange der Vorrunde, Johan Djourou (Wade), Kerem Demirbay (Bänderriss) und Rene Adler (Sprunggelenk) fallen nun auch Zhi Gin Lam (Sprunggelenk) und Pierre-Michel Lasogga (Oberschenkelzerrung), die einzige Torgarantie im HSV-Sturm, aus. Einen Artjoms Rudnevs, den man aus unerklärlichen Gründen nach Hannover hat ziehen lassen, ist nicht mehr da. Der HSV steht vor schweren Zeiten. Selbst die Rückkehr der Verletzten wird den Bundesliga-Dino nicht retten können. Die Uhr wird im Mai dieses Jahres zum Stillstand kommen.

Pro HSV: Warum der Bundesliga-Dino auch diesmal die Klasse halten wird. Ein Kommentar von Roman Gerth.

Seit Jahren keimt die Angst in der Hansestadt auf. Steigt der Hamburger SV ab oder bleibt er drin in der Beletage? Das Gründungsmitglied der Bundesliga schaffte es bisher immer, die Kritiker Lügen zu strafen. Die Bundesliga-Uhr in der Heimstätte tickt fröhlich weiter, Spiel für Spiel. 2014 werden die Stimmen erneut laut, dieses Jahr würde die Zeit ablaufen und der HSV sei endgültig fällig. Die 0:3-Niederlage gegen Schalke am vergangenen Wochenende bestätigte die Zweifler. Trotzdem wird der Dino sich halten und auch weiterhin gegen Bayern und Dortmund spielen – und nicht nach Ingolstadt oder Aalen fahren müssen.

Warum? Es ist noch viel zu früh in der Spielzeit, um Ängste zu schüren. Die Rückrunde hat gerade erst begonnen. Zwar sind die Statistiken, auch unter Bert van Marwijk, nicht unbedingt überzeugend. Drei Siegen stehen sechs Niederlagen gegenüber, hinzu kommen drei Unentschieden – das geht besser. Die Zahlen zeigen aber auch, dass es keineswegs hoffnungslos ist. Der HSV kann noch punkten, die Jungs um Kapitän Rafael van der Vaart haben das schon bewiesen. Ein gutes Beispiel dafür war der hart erkämpfte Punkt am siebten Spieltag gegen Frankfurt. Beim Debüt von van Marwijk haben die Hamburger gezeigt, dass sie auch nach Rückschlägen während der Partie zurückkommen können. Trotz der Verletzungen und der Negativserie wird dies noch öfter gelingen, dabei werden noch einige Punkte herausspringen. Das wird am Ende mindestens für den Relegationsplatz reichen.

Hinzu kommt, dass die Holland-Power an der Elbe um zwei Spieler reicher geworden ist. Ola John und Ouasim Bouy können dem HSV helfen, vor allem der schnelle John kann in der entscheidenden Phase der Saison (zwischen dem 25. und 30. Spieltag) wichtig sein im Spiel der Hamburger. Sicher kann man sich nie sein, ob die Leihgaben von Lissabon (John) und Turin (Bouy) wirklich helfen, dennoch ist die Chance sehr groß. Van Marwijk weiß mit Mannschaften umzugehen, sein Können als Trainer ist unbestritten. In den verbleibenden 16 Spielen wird er es schaffen, den HSV zu retten.

Als Beispiel für ein Team, das scheinbar aussichtslos abgeschlagen war und trotzdem nicht den Gang in die Zweitklassigkeit bestreiten musste, war Borussia Mönchengladbach in der Saison 2010/2011. Alles sprach gegen die Fohlen, doch am Ende stand der Klassenerhalt in den Relegationsspielen. Jetzt stehen die Jungs um Lucien Favre ganz oben und mischen seit zwei Jahren die Liga auf. Ob das beim HSV gelingt, nachdem der Abstieg verhindert wurde, bleibt abzuwarten. Das ist nicht das Thema momentan. Sicher ist jedoch, dass die Uhr auch über die Sommerpause hinweg weiter tickt und nicht zur Stoppuhr wird.

Heiß, heißer, Australian Open!


Foto: Reinhold Kiss  / pixelio.de

Foto: Reinhold Kiss / pixelio.de

Pünktlich zu den Australian Open hat der Sommer in Melbourne voll eingeschlagen. Vier Tage in Folge sanken die Temperaturen am Tag nicht mehr unter 40°C im Schatten. Das klingt rekordverdächtig – ist es auch. 43,9°C zeigte das Thermometer beim ersten Grand-Slam des Jahres im Melbournepark an, so viel wie seit 100 Jahren nicht mehr. Aber nicht nur die Spieler müssen mit der Hitze kämpfen. Ein Balljunge und zahlreiche Zuschauer kollabierten bereits.
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Die Dampfpeitsche vom Metzger um die Ecke


17.11.2013, Verbandsliga Süd Hessen: SSV Lindheim – TSG Usingen 2:3 (2:1)

Lindheim

Tatort Wetterau: Im wohl schönsten Landfleck der Bundesrepublik ging es am vergangenen Sonntag heiß her. Auf dem Dorfsportplatz im hessischen Lindheim bekamen die Zuschauer den puren Abstiegskampf zu sehen. Dumm nur, dass sich die Gastgeber bei niedrigen Temperaturen eine 2:1-Pausenführung aus der Hand nehmen ließen und in letzter Sekunde noch mit 2:3 verloren. In ganz anderen Dimensionen spielte dafür allerdings die Wurst des Verbandsliga-Aufsteigers, wie unser begeisterter Gast-Tester Marius Ulbrich befand. So heiß, dass sie im Kontrast zum kalten Wetter minutenlang dampfte. Und groß genug, dass an jeder Seite des knackigen Brötchens ein guter Bissen zu holen war. „Die ist vom Metzger um die Ecke“, hieß es noch vom freundlichen Mann in der Würstchenbude. Und so war sie dann auch: knackig, würzig, gut! Hätten die Kicker des SSVL, die in der Verbandsliga Süd, der zweithöchsten hessischen Spielklasse kicken, über 90 Minuten so agiert, wie die fleischige Dampfpeitsche über die volle Dauer des Genusses, hätten sie an diesem Tag sicherlich nicht verloren. Also: wenn sich ein Wurstfan aus Hamburg in die Nähe Frankfurts verirrt und neben einem kampfbetonten Verbandsliga-Spiel auch noch auf seine Geschmackskosten kommen will, sollte er einen Abstecher zum SSV Lindheim machen! Übrigens: Auf der Trainerbank des SSV sitzt seit einigen Monaten Sead Mehic, der in der vergangenen Saison noch dienstältester Profi der 3. Liga bei Kickers Offenbach war. Ob der 38-Jährige, der in Lindheim wohnt, nur wegen der Wurst zum SSV gegangen ist? Gut möglich…

Note
Wursttyp: Bratwurst
Preis: 2,50 EUR 2,5
Konsistenz: knackig 2
Temperatur: dampfend heiß 1
Geschmack: würzig scharf 1,5
Bräunegrad: angenehm gebräunt 2,5
Gesamtnote 1,9