Das Ende eines Seuchenjahrs


PauliChoreoStuderEin Krisenjahr geht zu Ende. Chaosentscheidungen, tiefer Fall, Abstiegskampf. Das Sportjahr 2014 war für den FC St. Pauli eines zum Vergessen. Aber nicht nur der sportliche Aspekt, sondern auch die strukturelle Besetzung auf den Führungspositionen macht Grund zur Sorge. Eine Formkurve, die sich in diesem Jahr im freien Fall befand. Weiterlesen

„Du bist so heiß wie ein Vulkan“


29.11.2014, Landesliga Lüneburg: SV Ahlerstedt/Ottendorf – TuS Harsefeld 0:0

Ahlerstedt-WurstWenn andere auf den Weihnachtsmarkt gehen, führt mich der Weg an den Fußballplatz. Immerhin lädt die SV Ahlerstedt/Ottendorf (A/O) den TuS Harsefeld zum Samtgemeinde-Derby. Die Harsefelder als Aufsteiger wohl das Überraschungsteam des Jahres, während A/O als gestandener Landesligist nur schleppend in die Saison gefunden hat.

Der Wunsch an einem Glühweinstand den heißen Punsch zu schlürfen war natürlich schon vorhanden. Stattdessen: eisigkalte Temperaturen in Ahlerstedt. Aber die Bratwurst so heiß wie ein Vulkan. Perfekt zum Wetter. Leider konnte mich die Grillspezialität im Hinblick auf die Konsistenz eher weniger überzeugen. Am Ende blieben die Finger ganz schön fettig. Geschmacklich steht trotzdem ein positives Fazit.

Besser als die erste Halbzeit eines überschaubaren Fußballspiels war das Grillgut alle mal. Die Harsefelder zeigten sich leicht überlegen und kamen durch Nachwuchsspieler Andreas Kähm zu zwei Halbchancen.  Ansonsten blieben weitere Torchancen Mangelware. Nach dem Seitenwechsel ließen beide Teams beste Gelegenheiten liegen. Die beste hatten ohne Zweifel die Gastgeber durch Dimitri Fiks, der gekonnt den Torwart umkurvte, dann vor dem leeren Tor aber ins Stolpern kam. Das Unentschieden hätte zwar nach dem zweiten Abschnitt durchaus Tore gebraucht, bleibt vom Resultat aber für beide Mannschaften verdient.

Der TuS Harsefeld überwintert im Führungsquintett auf dem dritten Tabellenplatz. Die SV A/O verschaffte sich nach sechs Spielen ohne Niederlage zumindest ein wenig Luft auf die fünf Abstiegsplätze in der Liga. Wie in der Landesliga-Tabelle reiht sich auch die Bratwurst der Spielvereinigung im MUTS Ranking im Mittelfeld der Tabelle ein – für die Top 10 reicht es jedoch nicht.

Note
Wursttyp: Bratwurst
Preis: 2 EUR 2
Konsistenz: labbrig 4
Temperatur: heiß 1,5
Geschmack: gut 2,5
Bräunegrad: gut 2
Gesamtnote 2,4

 

Afrika-Sporttagebuch #1 – Von Weltmeistern, Überschätzung und Jens Nowotny


Ich im schnittigen Dress der Maties

Ich im schnittigen Dress der Maties

Unsere Zeit am Kap der guten Hoffnung ist beendet. Während wir im Flieger in Richtung Frankfurt sitzen, nutze ich (Tom) die insgesamt 16 Flugstunden, um damit zu beginnen, das vergangene halbe Jahr in Afrika sportlich Revue zu passieren. Von Untergrund-Kinos in Namibia, meiner spektakulären Einwechslung in einem mosambikanischen Lokalderby und Sportplätzen mit Steigung und Gefälle in Südafrika – all davon werde ich euch in den kommenden Wochen berichten.

Am 14. Juli 2014 steige ich am Hamburger Flughafen in eine Boeing 777. Voller Emotionen starte ich meine halbjährige Reise nach Südafrika. Emotionen, die weniger dem Abschied meiner Liebsten geschuldet war, sondern mehr den 90 Minuten am Abend zuvor. Weiterlesen

Die Jagd der roten Wanderer


Die "Champions of Asia" feiern ihren Titel

Die „Champions of Asia“ feiern ihren Titel

Sand, Sonne, Kamele. Die Spieler von Real Madrid, aber auch die anderen kontinentalen Meister werden sich umgucken und denken: „Ja ist denn heut‘ schon WM im Katar“. Nein, aber Weltmeister können die Spieler trotzdem werden. Zwar nicht im Katar und nicht mit der Nationalmannschaft. Wie im letzten Jahr ruft die FIFA jedoch die Sieger der kontinentalen Meisterschaften nach Marokko. Im Wüstenstaat findet zum zweiten Mal die FIFA-Club-Weltmeisterschaft statt.

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Diese Girls sind on ice


Seit drei Jahren sorgen sie für ganz besonderen Glanz in der Hamburger O2-World. Bei jedem Heimspiel sind sie dabei, außerdem präsentieren sie die Hamburg Freezers nach außen. Die Ice Girls des Hamburger DEL-Teams bringen Woche für Woche den Eisdom zum Schmelzen.

Wie so häufig fing alles mit einer verrückten Idee an. „Ich kam aus der Nähe von Frankfurt zum Studieren nach Hamburg, brachte Cheerleader-Erfahrung mit und wollte das unbedingt nutzen“, erzählt Alina. Sie wollte „Ice Girls“ ins Leben rufen, nahm sich ein Beispiel an denen der Teams in der National Hockey League (NHL) in Übersee, die die Herzen der Eishockey-Fans höherschlagen lassen. „Darum bin ich mit einer kleinen Präsentation zu den Freezers – die fanden das Projekt gut. Dann bin ich losgerannt, um Interessierte anzuquatschen“, erinnert sich die Schauspiel-Studentin.

Sabrina (o.), Alina (r.) und Olga (u.) bitten zum Interview-Selfie

Sabrina (o.), Alina (r.) und Olga (u.) bitten zum Interview-Selfie

Das war 2010. Alina sammelte E-Mail-Adressen, hatte nach kurzer Zeit schon einige Anwärterinnen zusammen. Insgesamt dauerte es ein Jahr, bis die Ice Girls der Hamburg Freezers an den Start gingen. „Mittlerweile sind einige gegangen, viele neue Gesichter sind dazugekommen.“ Dazu gehört auch die momentane Kapitänin des Teams. Olga ist in der zweiten Saison mit dabei, hat früh eine führende Rolle übernommen. „Eine Freundin war schon dabei, das machte mir den Einstieg leichter“, sagt die künftige Modedesignerin, die als Kind aus Russland nach Hamburg kam.

Momentan sind 18 „Girls“ Teil der Mannschaft, zwei Mal die Woche stehen zwei Stunden Training auf dem Programm. „Wir studieren Choreografien ein, natürlich müssen wir auch Eislaufen können, Krafteinheiten absolvieren“, beschreibt Alina den Arbeitsaufwand. Bei jedem Heimspiel sind sieben Mädels in der O2-World unterwegs, begrüßen die Gäste und begleiten Drittelpausen-Spiele wie den „Super-Schuss“, bei dem der Teilnehmer bei einem Treffer in einem kleinen Bereich des Tores ein Auto gewinnen kann.“Das macht Riesen-Spaß. Die Fans und der Verein unterstützen das. Klar werden auch unsere Eishockey-Kenntnisse regelmäßig auf die Probe gestellt“, sagt Sabrina und lacht. Die Social-Media-Managerin aus Bayern ist außerhalb der Castings, die einmal im Jahr stattfinden und zu denen sich bis zu 50 Frauen bewerben, zu den Ice Girls gestoßen. Bei dieser großen Anhängerschaft ist es kein Wunder, dass die von den Mädels übernommenen Promos der Freezers bei Weihnachtsmärkten und Co. gut besucht sind. „Da gibt es ganze Familien, die uns getroffen haben und seitdem regelmäßig zum Eishockey kommen“, weiß Kapitänin Olga.

Die Ice Girls können sogar zu besonderen Anlässen gebucht werden, immer wieder sind sie bei Charity-Aktionen wie „Kicken mit Herz“ (http://kickenmitherz.de/) dabei. „Einmal waren wir zu einem Geburtstag weit außerhalb der Stadt eingeladen, da haben wir für ein völlig verdutztes ‚Geburtstagskind‘ getanzt“, berichtet Alina. Am wichtigsten bei der Außendarstellung ist heutzutage natürlich der Auftritt in den Sozialen Netzwerken. Mit Sabrina haben sie eine Expertin an Bord, bereits über 2.000 Likes hat die Seite „Hamburg Freezers Ice Girls“ auf Facebook (https://www.facebook.com/HamburgFreezersIceGirls?fref=ts) gesammelt. „So erfahren wir, welche Mädchen den Traum haben, auch mal zu uns zu gehören. Wir sind sicher: Nachwuchs für die Ice Girls steht schon bereit“, sind Alina, Olga und Sabrina überzeugt.