Auch in Niedersachsen schmeckt die Wurst


27.10.13, Bezirksliga Lüneburg: VSV Hedendorf/Neukloster – TSV Lamstedt 0:3 (0:1)

Die Wurst in Lüneburg

„Freu dich du bist im Landkreis Stade!“ Mit diesem Slogan wirbt die Region, in die mich mein erster MUTS-Stadionwursttest führte. So gesehen ein doppeltes Debüt für uns, da erstmals auch in Niedersachsen die beliebte Speise zum Fußballsport getestet wurde. Zum 13. Spieltag der Bezirksliga Lüneburg 4 empfing der VSV Hedendorf/Neukloster auf der heimischen Sportanlage an der „Feldstraße“ den TSV Lamstedt. Durch die schlechten Witterungsbedingungen, insbesondere hohe Windgeschwindigkeiten und leichter Regen, blieben viele Zuschauer dem Sportgelände fern. Gut für eine kurze Schlange vor der kleinen Bratwurstbude an der Ecke des Hauptplatzes – sollte man denken! Von den – grob geschätzt – 100 Fußballfanatikern verfolgte ein großer Teil dasselbe Ziel wie ich.

In Hedendorf wirbt man mit einer „Salzbrenner Bratwurst“ zum Preis von 2 Euro. Im Vergleich zur Konkurrenz wird hier nicht auf die Länge, sondern auf die Masse der Grillspezialität Wert gelegt. Nach eigenen Angaben bringt sie 120 Gramm auf die Waage und präsentiert sich mit einer warmen Temperatur und einer ordentlichen Bräune. Als die Gier die Vernunft überwog, biss ich bereits vor Spielbeginn ab und durfte mich über eine sehr gut gewürzte und knackige Stadionwurst mit hohem Sättigungseffekt freuen. Sicherlich auch beeinflusst von der schwachen Beilage in Form von einer halben Scheibe Toastbrot, konnte das Gesamtpaket inklusive Ketchup/Senf jedoch nicht vom Grottenkick auf dem Rasen ablenken. Die Gastgeber unterlagen gegen den Tabellenvorletzten aus Lamstedt mit 0:3 und mussten bereits die vierte Pleite im siebten Heimspiel hinnehmen. Der Verein verabschiedete sich so zwar aus den höheren Tabellenregionen, bot und bietet aber eine Bratwurst, die sich nicht nur im Bezirk Lüneburg vom tristen Mittelmaß abgrenzen kann.

Gast-Autor Moritz Studer

Note
Wursttyp: Bratwurst
Preis: 2 EUR 2
Konsistenz: sehr knackig 1,5
Temperatur: frisch vom Grill 2
Geschmack: 2,5
Bräunegrad: leicht braun 2,5
Gesamtnote 2,1

Aus! Pauli-Legende Demuth schmeißt in Bergedorf hin


Das Stadion an den Sander Tannen.

Quelle: Patrick Berger

Am Sonntag, gegen 12.50 Uhr, stand die bittere 3:4-Niederlage des FC Bergedorf 85 fest. Dietmar Demuth, bis dahin noch Trainer des einstigen Regionalligisten, stand alleine im Mittelkreis, umzingelt von drei Journalisten. Wenige Meter weiter feierten die in grün gekleideten Schwarzenbeker ihren Last-Minute-Triumph, hüpften euphorisch im Kreis und stimmten ein lautes „Auswärtssieg!“ an. Das tat weh! Ob Dietmar Demuths Entscheidung, das Amt bei den 85ern hinzuschmeißen, zu diesem Zeitpunkt schon feststand? Weiterlesen

Vierlanden kann nicht nur Obst


27.10.2013, Oberliga Hamburg: SC Vier- und Marschlande – Oststeinbeker SV 0:8 (0:2)

Krakauer beim SCVM

„Ich fahre gern nach Vierlanden. Da ist die Luft so wohltuend. Da gibt es so gutes Obst“. Aber nicht nur Luft und Obst kann man dort genießen. Was so manch Hamburger Urgestein über die Naturgegebenheiten des südöstlichen Vorlandes der Hansestadt zu sagen hat, habe ich definitiv auch über die Stadionwurst des SC Vier- und Marschlande zu sagen: „Freunde, hier geht es einem gut!“ Zumindest dem neutralen Zuschauer. Als Fan der Hausherren hatte man es an diesem Tage nicht ganz so leicht. 0:8! Ganze acht Buden schlugen im Kasten der Deichländer ein. Alle Akteure des SCVM wirkten schon zu Beginn der Partie so, als könnten sie eine ordentliche Stärkung gebrauchen. Was den „Roten“ auf dem Feld verhindert blieb, genehmigte ich mir nach knappen 20 Spielminuten. Wie in Trance folgte ich dem Geruch von Currywurst/Pommes hin zur gut ausgestatteten Wurstbude mit großem Grill, wurde zunächst aber abrupt geweckt: 2,30€ wollten die für eine Krakauer haben. In der Höhe angemessen, aber warum denn nicht gleich 2,50€!? So musste ich tief in meinem Geldbeutel nach Bronze-Talern suchen. Dafür war die Wurst dann aber wirklich gut. Saftig und vor allem äußerst knackig. Vielleicht nur etwas mild, aber ein bisschen Senf on top und der Genuss war vollstens vorhanden. So gehört sich das. Was sich allerdings nicht unbedingt gehörte, war die Tatsache, dass mir die freundliche Wurstess doch tatsächlich verriet, die Würste kämen direkt aus der Salzbrenner-Manufaktur. Also Massenware, die man wirklich auf jedem Sportplatz finden könnte. Habe ich bisher aber noch nicht. Ergo: Ich fahre gern nach Vierlanden.

Note
Wursttyp: Krakauer
Preis: 2,30 EUR 2,5
Konsistenz: saftig, sehr knackig 2
Temperatur: warm 2
Geschmack: mild 3
Bräunegrad: braun 2
Gesamtnote 2,3

Wurstqualität vom Winde verweht?


27.10.2013, Kreisliga 7: Wedeler TSV II – Inter Eidelstedt 1:4 (0:2)

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Stürmisch war es heute Mittag, als ich mich auf den Weg ins Elbestadion zu Wedel machte. Der Weg vom Eingang bis zur Würstchenbude ist kein weiter. So kam ich gar nicht vorbei an einer schönen Krakauer. Schön – das dachte ich zumindest. Um es ganz ehrlich zu sagen: Die Wurst hatte einiges mit dem Spiel der Heimmannschaft gemeinsam. Ein schwacher Start und hinten raus nicht unbedingt überzeugend. Dazu keine Qualität von der Bank, denn das sehr einfach gehaltene und labbrige Toast brachte keine starke Unterstützung. Der erste Biss ins gute Stück war nicht so schlecht, aber leider zeigten sich viele dunkle Stellen. Der Preis erwies sich mit 2,50€ als noch gut stemmbar für die Kreisliga. Insgesamt kann dies für eine gute Stadionwurst aber noch kein Maßstab sein, doch jeder kann aus einem Formtief ja immer wieder herausfinden. In diesem Sinne erhält die Krakauer des Wedeler TSV eine durchschnittliche 3 mit der Chance auf Besserung.

Note
Wursttyp: Krakauer
Preis: 2,50 EUR 2,5
Konsistenz: fest, leicht knackig 3
Temperatur: lauwarm 3
Geschmack: mittelmäßig 3
Bräunegrad: dunkle Stellen 4
Gesamtnote 3,1

Die exklusive Lagedeichwurst


26.10.2013 , Verbandsliga SH: TSV Rantrum – SV Frisia 03 Risum-Lindholm 0:1 (0:1)

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Quelle: Nils Iwersen

Im Stadion am Lagedeich in Rantrum trafen ein Aufstiegs- und ein Abstiegskandidat (Rantrum) aufeinander. Kaum stand man am Spielfeldrand und bereitete sich auf das Spiel vor, da klingelte es auch schon im Tor der Rantrumer. Ein Blitztor von Frisia nach grade einmal 26 Sekunden brachte den Favoriten in Führung. Damit musst du erst einmal klarkommen und nach 15 Minuten gönnte ich mir dann natürlich die schöne Stadionwurst. Diese wurde gerade frisch auf den Grill gelegt, so dass ich etwas Wartezeit einplanen musste. Währenddessen habe ich mir in einem Gespräch mit dem Grillmeister die Zeit vertrieben, der mir verriet, dass er einige Tests brauchte bis er die richtige Wurst für seinen Eisen fand. Deshalb lässt er sich extra für die Spiele von Rantrum eine exklusive Wurst produzieren, die dann auch den richtigen Geschmack haben. Von diesem Aufwand für eine Stadionwurst in der Verbandsliga war ich beeindruckt und konnte es kaum erwarten, in die saftige Schinkenwurst zu beißen. Für den Preis von 2 Euro bekam ich das gute Stück. Als ich in die Lagedeichwurst biss, fehlte mir ein wenig der knackige Moment, aber der Geschmack traf genau ins Schwarze. Des Weiteren war die Wurst gut gebräunt, dennoch nicht goldbraun. Dazu gab es zwei Hälften labbriges Toastbrot, was ein kleines Manko war. Trotzdem bringt die Wurst vom Lagedeich einiges mit, was ein Fußballfan zur Stärkung während eines eher mäßigen Spiels braucht.

Note
Wursttyp: leichte Schinkenwurst
Preis: 2 EUR 2
Konsistenz: saftig 3,5
Temperatur: 2
Geschmack: würzig 1,5
Bräunegrad: braun 2
Gesamtnote 2,2

Schiedsrichter sorgt für Betrieb auf der Strafbank


25.10.2013, Eishockey Oberliga Nord: Adendorfer EC – Rostock Piranhas 3:4 (2:1, 0:2, 1:1)

AEC_Betrieb auf der Bank

Ein illustres Bild bot sich zeitweilig auf der Strafbank des Adendorfer EC im Heimspiel der Oberliga Nord gegen die ungeschlagenen Rostocker Piranhas am Freitagabend. So konnte man kurzzeitig nicht mehr sicher sein, ob es sich nicht vielleicht doch eher um die Auswechselbank der Gastgeber handelte.

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Auf den Spuren von Paul Breitner


27.10.2013, Landesliga Hansa: FC Bergedorf 85 – SC Schwarzenbek 3:4 (0:3)

FC Bergedorf 85Sander Tannen – ein traditionsreicher Spielort. Hier, wo einst in der Saison 1982/1983 der große FC Bayern München zu Gast war, wird nur noch mittelklassiger Landesliga-Fußball geboten. Namhafte Spieler kickten einst hier vor tausenden Fans – und bissen sicherlich auch in eine Stadionwurst. Paul Breitner, Karl-Heinz Rummenigge, Klaus Augenthaler und Dieter Hoeneß – die Liste ist lang. Und ich? Ich aß hier, 30 Jahre später, ebenfalls eine Wurst. Das Besondere an dieser durchaus leckeren und vor allem laaangen Bratwurst: als Servierbeilage gab es endlich, ja endlich einmal, ein ganzes Brötchen. Bei mir in Hessen gang und gebe, hier im hohen Norden aber leider eine viel zu seltene Ausnahme. Die Wurst war gut gewürzt und hatte den richtigen Bräunegrad. Leider wurde sie uns nur lauwarm serviert, dazu war sie auch noch labbrig un schlaff wie ein…naja, das lassen wir mal lieber. Verstecken braucht sich die geschmacklich gute Wurst in Bergedorf aber keineswegs – zu einem wahnsinnigen Tor-Spektakel mit 0:3-Rückstand, 3:3-Ausgleich und 3:4-Endstand, gab es von uns die Gesamtnote 2,6.

Note
Wursttyp: Bratwurst
Preis: 2 EUR 2
Konsistenz: labbrig 4
Temperatur: lauwarm 3
Geschmack: lecker 2
Bräunegrad: braun 2
Gesamtnote 2,6

Die wahrscheinlich längste Praline der Welt


26.10.2013, Oberliga Hamburg: SV Curslack-Neuengamme – Bramfelder SV 3:0 (0:0)

Jubel beim SV Curslack-Neuengamme: Der Klub hat seit kurzem ein Dach über der Wurstbude. Jetzt könne man die Krakauer als Curry endlich auch im Trockenen bestellen, schrieb der ambitionierte Oberligist in seiner Stadionzeitung „Vereinsbrille“. Aus diesem Anlass wurde ein komplett verrückter Preis verlost: Zwei der 163 Besucher hatten das Glück, eine Gratis-Wurst zu bekommen – besser als jeder Sechser im Lotto! Leider waren das nicht wir von MUTS; sei es drum. In der Pause versuchte ich mich – auch ohne Wurst-Los – an einer Schinkenwurst. Es war die wohl längste Praline, ähhh Wurst, der Oberliga Hamburg. Das gute Stück schaute ganze vier Zentimeter über den Papptellerrand hinaus – und schmeckte dazu auch noch gut. Der unschlagbare Preis: 2 Euro. Im Sortiment waren zudem Krakauer, Brat- und Currywurst. Einziges Manko an einer sonst sehr gelungenen Wurst: an manchen Stellen war „die Schinken“ verkohlt wie der Ruhrpott in den frühen Vierzigern.

Note
Wursttyp: Schinkenwurst
Preis: 2 EUR 2
Konsistenz: knackig, saftig 2
Temperatur: warm 2
Geschmack: 2
Bräunegrad: teils verkohlt 4,5
Gesamtnote 2,5

Der olympische Winter beginnt!


Quelle: Cornerstone /pixelio.de

Quelle: Cornerstone /pixelio.de

Diese Woche spürte man noch einmal die Wärme des goldenen Oktobers deutschlandweit. Auch in Sölden war die Sonne immer wieder zu sehen und es herrschten sommerliche Temperaturen. Doch an diesem Wochenende startet auf dem Rettenbachgletscher die neue alpine Skisaison und dann heißt es wieder: „Ab in den Schnee“ für einen Teil der deutschen Wintersportathleten. Denn dort starten die alpinen Skisportler ihren olympischen Winter und kämpfen um die ersten Weltcuppunkte. Aber vor allem fahren sie sich ein für das große Spektakel, das vom 7. bis zum 23. Februar in Sotschi stattfindet, die Olympischen Winterspiele. Auch die anderen deutschen Wintersportler sind top vorbereitet und scharren schon mit den Hufen, jedoch müssen sich die meisten noch bis Mitte oder Ende November gedulden, bevor ihre Wettkämpfe starten. Weiterlesen